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Bazinger & Siegel

Do, 29.10.2009
Helmar Bazinger, geboren 1962 in Oberösterreich, lebt und arbeitet heute in Wien, welches ihm zur eigentlichen Heimat geworden ist.
Ben Siegel lebt und arbeitet in Wien und Stuttgart. Ben Siegel studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Alfred Hrdlicka, arbeitete als Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien und als Gastprofessor an der Hochschule der Künste Bremen.

Helmar Bazinger:


Painting the Bitter Sweet Symphony (The Verve 1997)

Helmar Bazinger, geboren 1962 in Oberösterreich, lebt und arbeitet heute in Wien, welches ihm zur eigentlichen Heimat geworden ist. Sein Studium bei dem Wiener Phantastischen Realisten Wolfgang Hutter an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, begleitet von parallelen Studien an der Universität Wien in Philosophie und der Informatik an der Wirtschaftsuniversität, schließt er mit dem Diplom in Malerei 1990 ab. Gerade in der Abgrenzung zur Malerei der Wiener Schule der Phantastischen Malerei entwickelt sich Bazingers eigener realistischer Stil.
Bis 1995 dominieren in seinem Werk Ölmalerei in dunklen Farben
und großformatige Tusche- und Kohlezeichnungen, oft beunruhigende
figurale Szenen. Zeichnungen mit fragilem Strich, später immer
öfter in Graphit, zeigen zerbrechliche und zerbrochene Körper.
Es ist nicht die Freude an der Zerstörung, sondern die
Identifikation mit den Opfern, die den Künstler treibt.
Er beschäftigt sich auch mit dem Ereignisraum um die
verletzten Körper in Interieurs, Stillleben und (Stadt)-Landschaften
jenseits der Idylle. Dafür dient ihm auch die Zartheit der Aquarelltechnik,
die er für diesen Zweck ins Gegenteil verkehrt.
Schon in den 80er Jahren wandte er sich den neuen Medien zu
und erstellt seither auch digitale Kunstwerke, reproduzierbar als Digitaldruck,
auf Fotopapier oder auch als Lichtprojektion.
Seine Arbeit gruppiert er oft in Zyklen, beispielsweise in den Zyklus "GLASKÖRPER" über die Sprödigkeit des Fleischs, in "LOVE IS NOT A STORY" über Sex, Gier und Liebe, in "MODELLSTADT", der von der Disziplinierung des Körpers handelt bis zu "ROTERNST" über die vergebliche Suche nach dem gutem Leben oder "MOTORCYCLE CRASHES" über zu schnelle Fluchten.
Wie fühlt sich einer, den der Verdacht beschleicht, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein?
Seit seinen ersten Anfängen in den 70er Jahren beschäftigt sich der Künstler mit den gewalttätigen Verhältnissen, die er mit der bürgerlichen Gesellschaft identifiziert und den pathetischen Versuchen unter solchen Umständen Glück zu finden. Das Gefühl, sich in der schlechtesten aller Welten wieder zu finden, will er künstlerisch bewältigen und es nicht verdrängen, sich aber von ihm auch nicht vollständig überwältigen lassen. Also ist ihm die Darstellung "schöner" Gegenstände im Übergang zu ihrer Deformation ebenso wichtig wie die der "schrecklichen" auf dem Weg zu ihrer Überhöhung.
Dem Werk Helmar Bazingers ist Trauer um eine heile Welt zu entnehmen, die der wirklichen immer nur als frommes Ideal nützlich verkommt. Seine Kunst handelt vom notwendigen Scheitern persönlicher Glücksprojekte an feindlichen Verhältnissen durch die Ausweitung der Kampfzone (Michel Houellebecq 1994). Schönheit ist   ihm ein Versprechen, das er auch dort noch halten will, wo es gebrochen wurde.

Mag. Karina Schober, 2007

 

He works and lives in Vienna and Stuttgart. Ben Siegel studied at the university for applied arts in Vienna as a scholar of Alfred Hrdlicka. Further he worked as assistant professor at the university of applied art in Vienna and as guest professor at university of arts Bremen.

His art is vehement figurative, showing a pointe after a tedious process of sculpting out of the block, showing the glamour and misery of mankind - the attempt of a portrait of todays society, which evolves out of the destiny of single human beings.

Ben Siegel art in public space: bras relief requiem of mozart, st. michael, Vienna; sculptures at inner square of st. Michael; memorial Sr. Maria Restituta - cooperation with Alfred Hrdlicka - at St. Stephan´s Cathedral (barbara chapel), Vienna.

 

www.siegel-kunst.com

 

Ben Siegel lebt und arbeitet in Wien und Stuttgart. Ben Siegel studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Alfred Hrdlicka, arbeitete als Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien und als Gastprofessor an der Hochschule der Künste Bremen. Seine Kunst ist eine vehemente Figurative, deren Pointe in dem Langwierigen, Prozesshaften herausschälen aus dem Block besteht. In seiner Kunst geht es um Glanz und Elend des Menschen. Der Versuch eines gesellschaftsportraits, das sich aus vielen Einzelschicksalen zusammensetzt.

Ben Siegel Kunst im öffentlichen Raum: Gedenkreliefs in Bronze zu Mozarts Requiem, St. Michael, Wien; Dauerausstellung von Großskulpturen, Innenhof, St. Michael, Wien; Mahnmal zu Sr. Maria Restituta - Zusammenarbeit mit Alfred Hrdlicka - Barbarakapelle, Stephansdom, Wien.

 

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Helmar Bazinger

He works and lives in Vienna. Helmar Bazinger studied at the university for applied art as a scholar of Wolfgang Hutter. Since his earliest beginnings in the 1980s the artist engages with the attempts and the failure to find happiness.
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